Über die Initiative e.V.gepostet am: 01.09.2014

Das Initiativenhaus, auch „Inihaus“ genannt, ist ein von Jugendlichen selbst aufgebautes, selbst
verwaltetes Jugendzentrum, das sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und dem
Cafe-Betrieb (Getränkeverkauf) finanziert. Wobei bei letzterem keine großen Gewinne erzielt werden
sollen, da sich das Inihaus als nicht kommerzieller Verein begreift.
Das Haus wurde uns 1998 durch einen geregelten Mietvertrag von der Stadt Bad Oldesloes mietfrei
zur Verfügung gestellt und befand sich zu dem Zeitpunkt in einem desolaten Zustand. Die
Sanierungs- und Renovierungsarbeiten wurden von uns übernommen, was bedeutete dass erst einmal
größere Arbeiten, wie Leitung verlegen, das Bauen sanitärer Anlagen, Fliesen verlegen etc.
anfielen. Lediglich die Außenfassade und die neue Dachkonstruktion wurde später von der Stadt
als Vermieter durchgeführt und übernommen. Nach einem Jahr Bauzeit war es dann soweit und bis
auf ein paar kleine Dinge war das Haus wieder sinnvoll nutzbar.

Der Betrieb des Inihaus- Cafes wird durch ehrenamtliche Arbeit einer Gruppe von Jugendlichen
getragen, die ca. 15 Leute umfasst, welche alle unterschiedlichen Alters sind. Dies geschieht
mittlerweile nun schon seit acht Jahren.

Bei der freiwilligen Mitarbeit handelt es sich sowohl um den Getränkeverkauf, als auch um
andere anfallende , notwendige Arbeiten, wie Putzen, Aufräumen und Instandsetzungsarbeiten,
die das Haus betreffen- im Innen- wie im Außenbereich. Vor zwei Jahren haben wir mit
finanzieller Unterstützung des Spendenparlaments einen ordentlichen Vorplatz pflastern könne,
das dass das Regenwasser ablaufen kann und man nicht mehr durch die Pfützen waten muss,
um zum Inihaus zu gelangen, wenn es geregnet hat. Dafür haben wir uns an drei Wocheneden
hintereinander getroffen und mit ca. 20 Jugendlichen zusammen gearbeitet.

Ebenfalls Unterstützung durch Spenden fanden wir im Jahr 2003 beim Anlegen eines
Grasdaches, welches sich über dem Konzertsaal befindet.

Die Gruppe der aktiven Mitglieder trifft sich regelmäßig, meistens alle zwei Wochen Sonntags,
um wichtige Dinge zu besprechen, die das Inihaus betreffen. Dort werden sowohl auftretende
Differenzen und Probleme innerhalb der Gruppe besprochen, diskutiert und geklärt, als auch
Organisatorisches, wie beispielsweise Planung und Ablauf von Veranstaltungen, Finanzen,
Ausgaben, Öffentlichkeitsarbeit, etc…

Räumlich ist das Initiativenhaus folgendermaßen unterteilt: Das Erdgeschoss umfasst drei
verschiedene Bereiche. Im linken Teil befinden sich die „EFA“(Essen für alle) und die
Kinderbetreuung „Drachenturm“. Diese beiden Einrichtungen gehören jedoch nicht dem
Verein Intiative e.V. an, sondern sind selbst eingetragene Vereine. Wir teilen uns lediglich
eine Küche miteinander, die im Erdgeschoss neben dem Tresenbereich liegt. Im rechten Teil
des Hauses befindet sich die „Jugend- Umwelt- Projektwerkstatt“, auch „JUP“ genannt.
Dort wohnen meistens drei bis vier „FÖJ´ler“, Jugendliche, die ein freiwilliges ökologisches
Jahr absolvieren. Genau wie wir haben auch sie ihre Räume selbst renoviert und in den
letzten Jahren fertig gestellt. Sie nutzen sowohl das Erd- wie das Obergeschoss des rechtes
Traktes. Neben vielen anderen Dingen organisiert die „JUP“ Seminare und ein internationales
Workcamp, welches einmal im Jahr stattfindet.

Über der „EFA“ und dem „Drachenturm“ befindet sich das Büro der „JUP“, ein Seminarraum
und drei Bandräume, die das Inihaus Nachwuchsbands zur Verfügung stellt. Diese Räume wurden
ebenfalls von uns renoviert und von den Bands isoliert. Zur Zeit befinden sich fünf Bands
in den Proberäumen, die mitunter auch gemeinsam genutzt werden bzw. geteilt werden.

Der Mitteltrakt umfasst schließlich das Inihaus- Cafe und einen Konzertsaal. Dort finden
sowohl der normale Cafe-Betrieb in der Woche, wie beispielweise das Kicker- Turnier statt,
als auch Treffs, Seminare, Vorträge, Konzerte und andere Veranstaltungen an Wochenenden.
Im Cafe befindet sich zudem ein Computer mit Internetzugang, den jeder kostenlos nutzen
kann. In näherer Zukunft wird es zudem noch einen kostenlosen „Hotspot“ geben.

Im Obergeschoss des Mitteltrakts befindet sich eine Bibliothek und Seminarraum, der
Anfang des Jahres, in eigen Arbeit, mit einem neuen Laminatboden versehen wurde. Der
Seminarraum wird von der „JUP“, sowie von anderen Gruppen genutzt.

Die Konzerte werde ebenfalls von uns geplant und organisiert. Sie finden in einem
extra dafür vorgesehnen Konzertsaal statt, der an den Cafe- Betreich angrenzt.
In der Regel passiert dies fast jedes dritte Wochenende und wir bieten damit den
Nachwuchsbands die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Für Bands, die eine längere
Anreise haben ist im Untergeschoss noch ein Schlafraum vorhanden. Die im Konzertsaal
vorhandene Musikanlage wird von uns manchmal auch an andere verliehen, z.B. beim
Stadtteilfest im Hölk oder bei Musikveranstaltungen der Stadt Bad Oldesloe wie
dem „Klangstadt“- Festival.

Jährlich findet im Inihaus auch ein Sommerfest statt, bei dem viele verschiedene
Bands auftreten, DJ´s auflegen und unterschiedlichste Musikrichtungen präsentiert werden,
um möglichst viele Leute anzusprechen. Dazu gibt es dann natürlich auch Essen und
Getränke.

Das Initiativenhaus soll Jugendlichen ermöglichen, dort ihre Freizeit kreativ gestalten zu können und es steht ihnen frei, sich in die „Cafe- Gruppe“ zu integrieren. Jeder, der möchte, kann sich einbringen, sich selbst verwirklichen und politisch bei antifaschistischer und antirassistischer Arbeit engagieren.

Im Jahr 2004 hat sich das Inihaus für den „Stark- Preis“ beworben, welche Jugendgruppen für ihre ehrenamtliche Arbeit und ihr soziales Engagement auszeichnet. Am 5.12.2004 fand die Verleihung statt und das Initiativenhaus wurde tatsächlich mit dem Projekt „Inihaus- Cafe“ ausgezeichnet. Damit gehören wir zu den fünf Gruppen, die von insgesamt 67 Gruppen 2004 für den „Stark- Preis“ ausgewählt wurde.